Die Ofenlinien

SAIDEF verfügt über 2 Ofenlinien. Die eine verwertet Abfälle und die andere Klärschlamm.
Beide arbeiten rund um die Uhr und stehen während ca. 3 Wochen für die jährliche Revision der Anlagen still.

Kehrichtverwertungsanlagen (KVA)

Die Anlage verbrennt Haus- und Industriemüll, verwertet diese gleichzeitig, um das Fernwärmenetz (FRICAD) zu versorgen, indem sie Strom und Dampf erzeugt.

Funktionsbeschreibung

  1. Registrierung und Abwiegen der Abfallmenge und -art, denn die Entladung der Fahrzeuge mit Kippvorrichtung erfolgt an den Bunkertoren.
  2. Ein Greiferkran erfasst die Abfälle und befördert sie in den Einfülltrichter des Ofens.
  3. Eine hydraulische Vorrichtung schiebt den Abfall auf den Verbrennungsrost. Die Wärmebehandlung (Verbrennung) wird in diesem Raster bei einer Temperatur zwischen 850° und 1000°C gehalten,
  4. Ventilatoren liefern die erforderliche Luftmenge für eine optimale Verbrennung der Abfälle .
  5. Verbrennungsrückstände, Rost- und Kesselaschen, fallen am Ende des Rasters in einen Wasserbehälter, wo sie gekühlt werden.
  6. Der Kessel absorbiert die von der Verbrennung her stammenden thermischen Energie. Die Rauchgastemperatur wird auf bis zu 200°C gesenkt. In diesem Kessel wird überhitzter Dampf produziert. Dieser treibt eine Turbinengruppe an (Turbine und Generator), um elektrische Energie zu erzeugen. Durch einen Wärmetauscher wird die erzeugte Wärmeenergie im Fernwärmenetz eingesetzt.
  7. Die aus dem Kessel kommenden Rauchgase strömen durch einen Elektrofilter. Dieser nimmt eine Entstaubung dieser Rauchgase mittels elektrostatischer Kräfte vor, indem er auf die schwebende Flugasche im Rauchgasstrom wirkt.
  8. Das Verfahren der Rauchgasreinigung wird vorgesetzt. Eine Waschlösung wird gegen den Strom der Rauchgasströmung injiziert, um die gasförmigen Schadstoffe und Schwermetalle einzufangen. Diese Lösung wird dann behandelt und in der Haus internen Kläranlage gereinigt.
  9. Als letzter Schritt der Rauchgasreinigung, wird zur Reduzierung von Stickoxiden ein Katalysator eingesetzt. Dieser Prozess - wenn auch komplexer - ist dem der Autobranche ähnlich. Er ermöglicht unter anderem die Zersetzung von 98% der Dioxine und Furane, die in den Abgasen enthalten sind.
  10. Die gereinigten Gase werden zur Überwachung und Einhaltung der Luftschutznormen kontinuierlich gemessen, um dann über den Kamin in die Atmosphäre zu gelangen.

Klärschlammverbrennungsanlage (SVA)

Die SVA-Ligne verbrennt den Schlamm aus den Klärschlammanlagen.

  1. Lieferung und Lagerung des Schlammes
    Der getrocknete Schlamm wird in Förderwannen auf Lastwagen geliefert und in das Empfangs-Silo geleert. Anschliessend wird er zur Zwischenlagerung in ein anderes Silo gepumpt.
  2. Vortrocknung
    Vom Lagerungssilo wird der Schlamm dosiert und fortlaufend zum Trockner transportiert. Dort wird er mit Hilfe von Dampf zu einem Trockensubstanzgehalt (TS) von ungefähr 45% getrocknet, um die anschliessende autothermische Verbrennung zu erlauben.
  3. Verbrennung
    Im Flussbett-Ofen wird der vorgetrocknete Schlamm auf einem Sandbett mittels Lufteinspritzung aus der Ofenbasis in der Luft aufgehängt. Die Verbrennungsluft wird im Ofen auf eine maximale Temperatur von ungefähr 350°C aufgehitzt. Die Verbrennungstemperatur beträgt ungefähr 800°C.
  4. Wärmerückgewinnung
    Der aus dem Ofen austretende heisse Rauch wird zuerst im Luftvorheizer abgekühlt und durchquert anschliessend den Wärmerückgewinnungs-Heizkessel von wo sie bei einer Temperatur von 180°-200° C austreten.
  5. Rauchentstaubung
    Die Rauchgase eines Flussbett-Ofens enthalten die Schlammrückstände in Form von fliegender Asche. Die Asche wird in einem Elektrofilter unterhalb des Ofens zurückgehalten.
  6. Reinigung des Rauches
    Sauer- und Basik-Reinigung des Rauches.
  • Kontakt
  • SAIDEF SA
    Rte de Châtillon 70
    CH-1725 Posieux

    T +41  26 409 73 33
    F +41  26 409 73 39
    info@saidef.ch

  • Öffnungszeiten
  • Montag bis Freitag
    07:30 - 12:00
    13:00 - 16:45
    (Vor Feiertagen : 16:45)

     

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